Es ist gar nicht so einfach, ein Psychologe zu sein. Ich will nicht jammern, aber man trägt schon schwer an dieser Last. Wenn ich nicht Zweifel hätte, ob’s was hilft, würde ich zum Psychologen gehen.
![]()
Scherz beiseite: Ich bin zu alt für den Rock & Roll, zu jung zum Sterben, hasse mich, wenn ich mich dabei ertappe, keinen Klartext zu reden oder zu schreiben, die Salbe zur Linderung der Schmerzen narzisstischer Seelen ist mir schon lange ausgegangen, ich krieg sie auch nicht wieder rein, ja, was soll ich sonst noch sagen: Meine Spezialgebiete: Früh aufstehen, Kaffee kochen, Leute anrufen, Texte anrühren, radfahren, Maulaffen feilhalten (das ist nicht leicht, Mann) usw. Wahrscheinlich, zum allem Übel, regnet es heute wieder einmal. Wetten?
Der Schauplatz vieler dieser eigenartigen Lebensregungen befindet sich in der Kaulbachstraße 29, in der Nähe altstädtischer Fachwerk-Idylle und der trutzigen Nürnberger Kaiserburg im Viertel „Gärten hinter der Veste“, dem die Post unter der nüchternen Leitzahl 90408 Briefe und Pakete zustellt. Beeinflusst und vielleicht sogar in Grenzen geformt werden können manche dieser Lebensäußerungen durch einen Anruf unter 0911-9197442.
danke herr gresch,
das lesen ihrer ausführungen zum thema „false memory…..“
haben mir geholfen das verhältnis zu meiner therapeutin etwas nüchterner zu sehen. ständig und immer wieder fordert sie mich auf, meine wut auf meine eltern rauszulassen und mich an den missbrauch in meiner kindheit zu erinnern.
über den emotionalen missbrauch habe ich ihr ausführlich berichtet. nun will sie mit mir „in die familiäre jauchegrube hinabsteigen, um den schlüssel…“ für meine verkorkste seele zu finden.
meiner bitte, mit mir meine gegenwärtigen probleme verhaltenstherapeutisch zu bearbeiten, widersetzt sich sich mit dem hinweis, das würde bei mir nicht funktionieren.
meiner drohung, nach anderen therapeuten ausschau zu halten begegnet sie mit dem vorwurf, ich sei ein therapeutenfresser.
von jürg willi über irvin d.yalom william glasser und jetzt auch noch elizabeth loftus habe ich fast alles gelesen und mittlerweile den eindruck gewonnen, dass ich mit meiner therapie-form auf der stelle trete.
nun wieder zu ihnen herr gresch.
gefunden habe ich sie, weil ich nach „therapeutenwahn“ gegoogelt habe und bin jetzt einigermassen erleichtert, so dass ich mich für den rest des tages hoffentlich intensiv meiner steuerklärung 2006 widmen kann.
ihren „marx&more“ blog finde ich als alt-, bzw. ex-trotzkist übrigens ebenso erfrischend wie ihre psycho-seite.
falls sie sich auch mal auf meine web-seite:
http://www.octopuzzle.com
verirren sollten, freue ich mich. dort geht es um die macht der selbsterzeugten bilder, nach dem motto: „wer sich selbst ein bild macht, hat mehr vom leben.“
leider gibt es meine spielerei nicht als kassenärztliche verordnung.
dank+gruss
bernd meinen